Die Schalen, Töpfe und Becher liegen gut in der Hand, denn sie entstehen in meinen Händen. Der Ton wird gut geknetet und schließlich auf die Töpferscheibe geworfen.

Indem sich die Töpferscheibe sehr schnell dreht, kann ich den Ton in meinen Händen zentrieren. Nun läuft er ruhig um seine eigene Achse. Die weiteren Arbeitsschritte werden bei einer langsameren Drehungsgeschwindigkeit vollzogen.

 

Ich habe das Gefühl, dass diese Bewegung  in der fertigen Keramik immer noch wahrnehmbar ist.  Leichte Abweichungen von der Geometrie erzeugen Lebendigkeit und dadurch hebt sich gedrehte Ware wohltuend von gegossener und maschinell erzeugter Ware ab.

Der Keller in unserem Wochenendhaus in Mittelburgenland ist ein guter Platz fürs Töpfern.  Wenn ich hier arbeite, werde auch ich ein Stück weit zentriert.

Die abedrehten und langsam getrockneten Gefäße werden in den Brennofen geschlichtet und bei 980° gebrannt. Sie erhalten erst durch den Brand ihre typische Farbe und ihre Festigkeit.

Im Regal warten "die Scherben" nun auf ihre weitere Verwandlung.